Hier präsentieren wir Ihnen die Mitwirkenden der Jubiläums-Veranstaltung:

Boarische Almmusi

Der Begriff einer "almerischen Musi" nährt sich aus den jeweiligen Gefühlen und Auffassungen des einzelnen. Wer es aus wissenschaftlich berufenem Munde wissen will, der wende sich an den unvergessenen Professor Kurt Huber und seinem Aufsatz über das almerische Singen. Jedenfalls stand das Wissen um die Existenz- nicht nur des Begriffes- Pate bei der Namensgebung der Boarischen Almmusi. Es soll nicht mehr, aber auch nicht weniger sein, als eine almerische Musi, betrieben alleine aus der Freude am klingenden Ausdruck. Die Boarische Almmusi besteht seit 1999. In der heutigen Besetzung spielen das Ehepaar Albert und Simone Lahner, daheim am Hochberg bei Siegsdorf und Manfred Wörnle gebürtig aus Mittenwald in unterschiedlicher Trio-Besetzung. Ein Hauptaugenmerk wird auf die Pflege der Zithermusik mit zwei Zithern und Kontragitarre gelegt. Die Besucherin eines Adventsingen verglich,sichtlich berührt, die Weisen der Almmusi mit seltenen heimischen Orchideen. Diese botanischen Kostbarkeiten bleiben den meisten verborgen. Ihr verstecktes Blühen kann man durchaus als Selbstschutz verstehen. Ob beim Hoagart, in der Kirche, bei einem Konzert oder einfach auf der Alm immer steht die ganz eigene Art des Musizierens im Vordergrund. Die Stücke stammen aus der Feder von Manfred Wörnle und machen den charakteristischen Almmusiklang aus.

Jodlergruppe Ostrachtal

Seit 1970 pflegt die "Jodlergruppe Ostrachtal" das überlieferte Ostrachtaler Liedgut und Jodler aus dem Alpenraum. Auf älteren Aufnahmen trägt die Gruppe noch den Namen "Ostrachtaler Buebe" (der durch hochmusikalischen weiblichen Zuwachs unpassend wurde), im täglichen Sprachgebrauch im Tal sind sie auch als "D´ jünge Jolar" bekannt. Dank dem vielfältigen Ostrachtaler Liedgut kann die Gruppe auf eine reiche Auswahl an Liedern und Jodlern zurückgreifen. Gesungen und gejodelt wird bei Volksmusikabenden und Gottesdiensten genauso gern wie ganz privat in den Bergen. Das Ostrachtal ist mit seinen zahlreichen Musik- und Gesangsformationen eines der Zentren hochkarätiger und bodenständiger Volksmusik im Allgäu. Kaum einen Haushalt gibt es, in dem nicht musiziert wird. Volksmusikveranstaltungen sind authentisch, die aktiven Gruppen besuchen sich gegenseitig, überbieten sich seit Jahren mit hochkarätigen Gästen und zeigen immer wieder ein breites Spektrum zeitgenössischer, aktueller Volksmusik.

Jodlergruppe Gäbig

Naturklänge, Heimatklänge, Urklänge, musikalische Heimat. Können fremde Klänge auch Heimatklänge werden? Wie schwierig ist es die musikalische Heimat zu verlassen? Woher kommen Urund Naturklänge? Kann ein neuer Klang auch ein Urklang werden? Wann wird Fremdes heimisch, wann Heimisches fremd? Diese Fragen verbinden Adrian Würsch und Simone Felber, welche sich an der Musikhochschule Luzern kennengelernt haben. Ausgehend von dem jeweils eigenen musikalischen Zuhause (Volksmusik, Jazz oder Klassik) begeben sich die Musiker auf die Suche nach ihrem ganz eigenen gemeinsamen Urklang.

Saitenmusik Kern

In der Saitenmusik Kern spielt Martin Kern mit seinen beiden Söhnen Raphael und Sebastian. In der Trio-Besetzung mit Zither, Hackbrett und Gitarre spielt die Gruppe Eigenkompositionen von Martin Kern und Tanzbodenmusik aus alten Allgäuer Musikantenhandschriften des 19. Jahrhunderts.

Scherrzithertrio Kerber/Kern

Als Gitarrist des legendären Scherrzitherspielers Max Schraudolf hat Martin Kern dessen Instrumente geerbt. Zusammen mit dem Scherrzitherspieler Martin Kerber ist es den beiden wichtig das musikalische Erbe Max Schraudolfs zu pflegen. Im Trio mit Sebastian Kern an der Gitarre spielt die Gruppe in der Besetzung Scherrzither, Bassklarinette und Gitarre Musikstücke von Martin Kern.

Allgäuer Bauernmusik

Die Allgäuer Bauernmusik wurde vor 25 Jahren von Martin Kern gegründet. Neben Allgäuer Tanzbodenmusik aus alten Musikantenhandschriften spielt die 8-Mann-Besetzung ausschließlich Kompositionen und Bearbeitungen von Martin Kern. Musikstücke der Allgäuer Bauernmusik gibt es auf zahlreichen CD’s zu hören. Das Ensemble ist immer wieder im Hörfunk bei BR Heimat zu Gast und hat bei verschiedenen Fernehsendungen musiziert. Ein ganz besonderes Highlight war die Live-Sendung »Mei Liabste Weis« mit Franz Posch aus dem Luxuspassagierschiff »Sonnenkönigin« in Bregenz am Bodensee.